Ist Lieb ein Feur…

Von Sibylla Schwarz (1621 Greifswald – 1638 Greifswald)

Ist Lieb ein Feur / und kann das Eisen schmiegen /
bin ich voll Feur / und voller Liebespein /
worvon mag doch der Liebsten Herze sein?
wann´s eisern wär / so würd es mir erliegen /
wann´s gülden wär / so würd ich´s können biegen
durch meine Glut; solls aber fleischern sein /
so schließ ich fort: Es ist ein fleischern Stein;
doch kann mich nicht ein Stein / wie sie / betriegen.
Ists dann wie Frost / wie kalter Schnee und Eis /
wie preßt sie dann aus mir den Liebesschweiß ?
Mich deucht: Ihr Herz ist wie die Lorbeerblätter /
die nicht berührt ein starker Donnerkeil /
sie / sie verlacht / Cupido / deine Pfeil;
und ist befreit für deinem Donnerwetter.

About these ads

Über lyrikzeitung

Greifswald
Dieser Beitrag wurde unter Texte abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s