Widerstandsrecht

Lubmin – Grüne und Atomgegner befürchten, dass die in der niedersächsischen Schachtanlage Asse gelagerten Atommüll-Fässer künftig im Zwischenlager Lubmin untergestellt werden könnten. „Die Abfälle sind bundeseigener Müll, und Lubmin ist ein bundeseigenes Zwischenlager“, sagte Daniel Daedlow vom Anti-Atombündnis Nordost.

Grünen-Landeschef Jürgen Suhr betonte: „Ich schließe nichts mehr aus.“ In der Asse rosten seit Jahren 126 000 Fässer mit Atommüll vor sich hin. (Ostsee-Zeitung 14.2.)

Aus Karlsruhe über tausend Kilometer durch Städte und Dörfer nach Lubmin. Aus der nassen unsicheren Asse mit dem Zug an die nasse unsichere Ostsee. Weil dort Kapazität frei ist (die man vorher geschaffen hat, ohne zu sagen, was man vorhat. Worüber man, darauf angesprochen, gelogen hat.) Weil man es durchsetzen kann. Ohne daß irgendjemand weiß, ob man jemals eine andere, endgültige Lösung finden kann.

Es gibt kein Widerstandsrecht, sagt der Herr Mappus, der in „seinem“ Land Atomkraftwerke hat, aber kein Endlager will. Aber wo leben wir denn, meine Herren und Damen. Es gibt das Recht und die Pflicht zum Widerstand, wenn die Herrschenden verantwortungslose und unvernünftige Entscheidungen treffen und gegen den Willen großer Teile der Bevölkerung durchsetzen. Sonst wär Mubarak noch Präsident und die SED regierte den Osten Deutschlands. Ihr denkt, das betrifft euch nicht? Ihr irrt.

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Greifswald
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