Unrat

Greifswald. Während sich CDU-Fraktionschef und Malermeister Axel Hochschild heute abermals per Pressemitteilung über zurückgebliebene Anti-Atomkraft-Sticker in Greifswald echauffiert, hat die Stadt anlässlich der heute beginnenden Ersti-Woche noch mit einer ganz anderen Art von Verschmutzung zu tun: In den letzten Tagen, vermutlich in der Nacht zu Mittwoch, haben mutmaßlich Rechtsextreme an verschiedenen Stellen in Greifswald einen Schriftzug mit Werbung für die rechtsextreme Plattform “Greifswald Info” angebracht. Ähnliche Vorfälle hatte es bereits zur letzten Erstiwoche im Oktober 2010 gegeben. Der Urheber damals war die selbst ernannte NS-Hochschulgruppe.

So nun vor dem Club Kiste in der Makarenkostraße: Dort wurde die Parole “Komm in die Bewegung, Ersti” sowie ein Hinweis auf die Website in schwarzen Buchstaben auf die Pflastersteine unmittelbar vor dem Eingang gesprüht. / webmoritz.de

(Ein anderes Thema: „Ersti“ gehört zu den Scheußlichkeiten der leider unaufhaltsamen Gagasprache: Ossi Wessi Bundi Fundi Heidi Bumbeitschi Sozi Kommi Fascho! Warum eigentlich nicht gleich Faschi? Anm. M.G.)

Der oben genannte Herr Hochschild über“sät“ die Stadt seit Jahren mit Leserbriefen und Pressemitteilungen:

Seit den Castor-Demonstrationen ist die Stadt Greifswald mit Aufklebern übersät die gegen den Castortransport aufrufen. An Abfalltonnen, Straßenlaternen und Straßenschildern sind gelbe Aufkleber mit dem Symbol der Anti-Atom Bewegung aufgebracht. …

Wer sich für die Demonstrationen einsetzt und dazu aufruft, hat auch die Pflicht, sich dafür einzusetzen, dass die Stadt nach dem Demonstrationsaufenthalt wieder in den Zustand versetzt wird wie vorher. …

„Es kann doch nicht angehen, dass die Bürger Greifswalds, welche überwiegend auch gar nicht an den Demonstrationen teilgenommen haben, nun dafür bezahlen sollen, dass der zurückgelassene Schmutz und Unrat beseitigt wird. Wer die Verunstaltungen mit zu verantworten hat, soll diese auch beseitigen!

Einverstanden, Herr Hochschild! Sie beseitigen die strahlenden Abfälle, die ohne mein Mittun und Wollen durch Greifswald gekarrt und in der Nähe meines Badeplatzes in Lubmin deponiert wurden, und spätestens am darauffolgenden Wochenende übernehme ich persönlich die Entfernung aller Anti-Castor-Aufkleber. Machen wir gemeinsam Frühjahrsputz! Was halten Sie davon?

Siehe auch hier:

Gutachter warnen: Atomlager Lubmin ist nicht sicher

Über lyrikzeitung

Greifswald
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Eine Antwort zu Unrat

  1. lyrikzeitung schreibt:

    Herr Hochschild antwortet nicht auf meinen konkreten Vorschlag. War ja klar. Hört sich lieber selber reden. (Wär er sonst Politiker geworden?)

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