„Trup w szafie – die Leiche im Schrank“ – Krimi-Lesung im Falladahaus

PolenmARkT 2011

Nach einer langen Pause erlebt man seit kurzem eine wahre Renaissance der polnischen Kriminalliteratur. Einen großen Anteil an dem Umschwung hat Marek Krajewski, Autor einer Serie von Retro-Krimis, die 1999 mit dem Roman Śmierć w Breslau (Tod in Breslau; 2002) begann. Krajewski verbindet stilistische Elemente des Schauerromans mit denen des Krimis. Die Hauptfigur Eberhard Mock zeichnet sich durch rohe Brutalität, Korruptheit und seine Zusammenarbeit mit der Breslauer Unterwelt aus. Die gefährliche Jagd führt den Inspektor kreuz und quer durch das Breslau der 30er Jahre, durch seine Bordelle und Salons sowie die Archive der Universitätsbibliothek, wo die Lösung des Rätsels liegen könnte.  

Der Warschauer Kommissar Adam Nowak, die Hauptfigur im Buch von Tomasz Konatkowski So sollt ihr sterben, sieht sich mit einer rätselhaften Mordserie konfrontiert, bei der alle Opfer in einer Straßenbahn oder in deren Nähe sterben mussten. Was könnte hier das Motiv sein?

Auch die 2008 mit dem Nike-Literaturpreis ausgezeichnete Olga Tokarczuk versuchte sich als Krimiautorin. Janina Duszejko, eine Dorflehrerin für Englisch und Geografie, erfährt eines Tages vom Tod ihres Nachbarn, des Wilderers, der an einem Rehknochen erstickt. Bald darauf stürzt ein Polizeikommissar in einen Brunnen und noch weitere Personen kommen auf rätselhafte Weise ums Leben. Janina versucht, die Polizei davon zu überzeugen, dass es die Tiere sind, die sich an den Menschen rächen wollen.
Joanna Grzywa, Mariusz Lokaj und Marek Fiałek lesen in geselliger Runde Fragmente aus den neuesten polnischen Krimis.

Mittwoch 19:00 Uhr Lesung „Trup w szafie – die Leiche im Schrank“ – eine Krimi-Lesung
Falladahaus, Steinstraße 59 17489 Greifswald

Noch ein Hinweis:

Fr 25.11.2011
19:30 Uhr

Konzert

Theater Vorpommern Anklamer Straße 106 17489 Greifswald

Bester Quartet

Das Bester Quartet war bis 2007 unter dem Namen The Cracow Klezmer Band
bekannt, die 1997 in Krakau vom jungen Musiker, Komponisten und Akkordeonspieler  Jaroslaw Bester gegründet wurde. Unter dem alten Namen haben
sich die vier Musiker rasant einen hohen Stellenwert in der internationalen
Szene moderner jüdischer Musik erspielt und dürfen diesbezüglich durchaus
mit den Stadtnachbarn Kroke in einem Atemzug genannt werden. Wie jene
verbinden sie traditionelle Klänge mit Jazz, moderner Kammermusik oder
Avantgarde, allerdings war der Ansatz der vier Virtuosen um Bester ein noch
stärker von Improvisation geprägter, ja: etwas radikaler, energetischer. Weshalb
sie auch vom New Yorker Jazzer und Szeneaktivist John Zorn entdeckt
und in die Bewegung der Radical Jewish Music eingereiht wurden. Auf dessen
Label Tzadik erschienen entsprechend auch die bis dato sechs Alben des
Quartetts. Seitdem haben sie neben Zorn noch mit Größen wie Tomasz Stanko,
Frank London, Grazyna Auguscik, John McLean, Don Byron oder Jorgos Skolias
gearbeitet, zudem viel für Fernseh- und Radiosendungen aufgenommen, vor
allem aber weltweit gefeierte Shows gespielt, die Kritiker wie Publikum begeistert
hinterließen.
www.besterquartet.com

Das Gesamtprogramm hier: http://www.polenmarkt-greifswald.de/

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Über lyrikzeitung

Greifswald
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