Pomoren und Pommern

Seinen ersten Lebensschrei gab Michail Wassiljewitsch Lomonossow (19. November 1711 – 4. April 1765) im Dorf Mischaninskaja von sich, im hohen Norden Russlands. Lomonossows Vater Wassilij, ein freier, also nicht leibeigener Bauer, war Fischer und besaß ein eigenes Schiff. Sein Sohn lernte selbstverständlich alles, was für einen Seemann notwendig war: Grundlagen der Mathematik, Astronomie und Geographie. Die freien nordrussischen Bauern, die sogenannten Pomoren (die Ähnlichkeit mit Pommern ist nicht zufällig, beides bedeutet in slawischen Sprachen: am Meer lebende) verfügten über Kenntnisse, die sie aus dem Mittelalterrussland, abgedrängt von Mongolen, deutschen Rittern und später den Moskauer Großfürsten mit ihrem Alleinherrschaftsanspruch, in den Norden gerettet hatten. Das war eine sehr interessante alte Kultur, aber den jungen Lomonossow dürstete es nach dem modernen, europäischen Wissen. / Oleg Jurjew, Tagesspiegel

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Greifswald
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