Der Alpdruck

Seit einigen Jahren gibt es eine erstaunliche Hans Fallada-Renaissance. Sie begann mit der Wiederentdeckung von „Jeder stirbt für sich allein“ in England und den USA. In vielen weiteren Ländern wurde das Buch über den Widerstand der „kleinen Leute“ im Nationalsozialismus mit über 60-jähriger Verspätung zum Bestseller. Jetzt kommt sein autobiografischer Roman „Der Alpdruck“.

Hans Fallada war in der späten Weimarer Republik ein gefeierter Autor, mit sozialkritischen Romanen wie „Kleiner Mann, was nun?“. Doch zunehmend war sein Leben geprägt von politischen Schwierigkeiten, Eheproblemen, Alkohol- und Drogensucht, Aufenthalten in der Nervenklinik. Nach Kriegsende schrieb er in rauschhafter Eile noch zwei Romane: „Jeder stirbt für sich allein“, jenes Werk, das jüngst zum Weltbestseller wurde und die Fallada-Renaissance einleitete. Und den autobiografischen Roman „Der Alpdruck“.

(…) „Der Alpdruck“ erschien wenige Monate nach dem Herztod Falladas im Jahr 1947. Kein großer Erfolg; die Menschen wollten nicht von dem Elend lesen, dem sie gerade verzweifelt zu entrinnen versuchten. Dass viele die Hitler-Jahre schon wieder verklärten, davon singt dieser Roman ein bitteres Lied. / Wolfgang Schneider, DLR

Hans Fallada: Der Alpdruck
Roman
Aufbau Verlag, Berlin 2014
285 Seiten, 19,99 Euro

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Greifswald
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