Koeppentage 2012

25. Juni 2012, 20:00, Literatur
KOEPPENTAGE 2012: In den Bäuchen der Stadt atmete ich auf
Hörspiel & Koeppen-Gespräch mit Jan Decker

Unter dem diesjährigen Motto der Koeppentage „Auf vielen Schreibmaschinen wird das alte Garn weitergesponnen“ wird Jan Decker, der sich als Künstler in vielfältiger Weise immer wieder intensiv mit Wolfgang Koeppen auseinandersetzt, sein Hörspiel „In den Bäuchen der Stadt atmete ich auf“ (2009) vorstellen und damit Anknüpfungspunkte zu Fragen rund um die heutige Bedeutung Wolfgang Koeppens liefern.
Anschließend diskutieren Jan Decker und Florian Meusel, Mitarbeiter im Wolfgang-Koeppen-Archiv, über die Aktualität Wolfgang Koeppens, über Formen der künstlerischen Auseinandersetzung oder den Reiz, den Koeppen und sein Werk (wieder oder immer noch) auf junge Künstler ausübt. Desweiteren stellen sie die Ergebnisse eines Hörspielworkshops vor, der in Kooperation mit Radio 98eins im Rahmen der Koeppentage durchgeführt wurde.

In Kooperation mit dem Wolfgang-Koeppen-Archiv Greifswald.

Eintritt: 3 & 5 Euro

http://kulturmodul.de/events/24664?start_on=2012-06-25

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26. Juni 2012, 20:00, Literatur
KOEPPENTAGE 2012: Werklesung
Robert Gwisdek liest Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch

Jakob Littner, ein jüdischer Kaufmann in München, flieht 1939 vor der Verfolgung durch die Nazis. Die letzte Station seiner Flucht ist das Ghetto des galizischen Städtchens Zbaraz. Er überlebt die Shoah, versteckt in einem Erdloch. Noch 1945 hält er seine schrecklichen Erlebnisse in einer längeren Niederschrift fest.
Der Schriftsteller Wolfgang Koeppen wird beauftragt, dieses Manuskript für den Druck zu bearbeiten. Stattdessen verwandelt er die Vorlage in einen eigenen Text. 1948 erschienen die Aufzeichnungen aus einem Erdloch gleichwohl unter dem Autornamen Jakob Littner. 1992 wurde derselbe Text als Buch Wolfgang Koeppens veröffentlicht. Seitdem hat sich eine Debatte um die doppelte Autorschaft entzündet. Roland Ulrich hält eine Einführung in die umstrittene Publikationsgeschichte des Werkes.

Die Ausstellungen in der Galerie des Koeppenhauses und des Münchner Zimmers sind vor der Lesung ab 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei.

Eintritt: 3 & 5 Euro

http://kulturmodul.de/events/24665?start_on=2012-06-26

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27. Juni 2012, 18:30, Musik
Konzert mit dem Greifswalder Chor „Chortippus“
Wenn ich mir was wünschen dürfte – Mensch Sein

Was bedeutet eigentlich Mensch-Sein?
Mit dieser Frage haben wir uns das letzte Jahr beschäftigt und laden alle Interessierte und Freunde der Musik ein. Geboten wird ein mal heiteres, mal nachdenkliches Programm voller Wünsche, Liebe, Glück, Skurrilitäten und Gedanken über das Mensch-Sein.

Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

http://kulturmodul.de/events/24719?start_on=2012-06-27

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29. Juni 2012, 20:00, Literatur
KOEPPENTAGE 2012: Schreiben mit Koeppen
Sophie Reyer und Werner Fritsch im Gespräch mit Eckhard Schumacher und Jürgen Klein

Sophie Reyer und Werner Fritsch lesen eigene Texte und berichten über ihre literarische „Begegnung“ mit Wolfgang Koeppen. Mit Sophie Reyer und Werner Fritsch diskutieren Prof. Dr. Eckhard Schumacher, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Greifswald und Leiter des Wolfgang-Koeppen-Archivs sowie Prof. Dr. Jürgen Klein, bis 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Englische Literaturwissenschaft und Landeskunde in Greifswald, Herausgeber von Flandziu. Halbjahresblätter für Literatur der Moderne und Vorsitzender der Internationalen Wolfgang Koeppen Gesellschaft.

In Kooperation mit dem Wolfgang-Koeppen-Archiv Greifswald.

Eintritt: 3 & 5 Euro

http://kulturmodul.de/events/24666?start_on=2012-06-29

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30. Juni 2012, 14:00, Extra
KOEPPENTAGE 2012: Stadtführung
Auf den Spuren Wolfgang Koeppens mit Dr. Monika Schneikart

Das Geburtshaus Wolfgang Koeppens in dem sich heute das Literaturzentrum Vorpommern, das Wolfgang-Koeppen-Archiv der Universität Greifswald und das Café Koeppen befindet, ist der Ausgangspunkt eines literarischen Spaziergangs durch Greifswald. Dr. Monika Schneikart, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie der Universität Greifswald, wird Sie durch Greifswald begleiten. Wegweisend werden Textspuren aus Wolfgang Koeppens autobiografischem Text „Jugend“ sein, in denen sich Realität und Fiktion vermengen. Alle literarisch Interessierten sind herzlich eingeladen, den Spuren Koeppens zu folgen.

14.00-16.00 Uhr, Eintritt frei, Treffpunkt: Koeppenhaus in der Bahnhofstr. 4, Mindestteilnehmerzahl 5 Personen

http://kulturmodul.de/events/24667?start_on=2012-06-30

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30. Juni 2012, 18:30, Bühne
„Provinzanekdoten“
Ein modernes Stück von Alexander Wampilow (1937–1972) in russischer Sprache präsentiert von Studenten der Uni Greifswald.

Eine Provinzstadt, irgendwo in Russland. Hotel Taiga. Einzelzimmer mit Aufbettung. Auf dem Tisch stehen viele leere Flaschen. Ugarow erwacht, sein Kopf dröhnt. Durst! Er wühlt in den Taschen, sucht nach Geld. Vergeblich. Dann weckt er seinen Kumpel Antschugin. Wie kommt man in einer fremden Stadt, ohne Geld, ohne Freunde, an einem Sonntag zu Wodka?
Antschugin öffnet das Fenster und schreit seine Not hinaus auf die Straße. Das Wunder geschieht: ein freundlicher Herr betritt das Zimmer und legt 100 Rubel auf den Tisch …
Wampilow hat eine wunderbare Komödie über selbstlose Hilfsbereitschaft und das Gute im Menschen geschrieben und die Unfähigkeit der Menschen, daran zu glauben.

Eintritt: 3 Euro

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Über lyrikzeitung

Greifswald
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