Geöffnet jeden Dienstag 15-19 Uhr Falladahaus, Steinstraße 59 (Sommerpause, nächste Öffnungszeit am 28.8.) | Unsere Veranstaltungen hier |

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Aus unserer Bibliothek

Der gemeinnützige Verein pom-lit / Pommersche Literaturgesellschaft hat eine Ausstellung über Hans Fallada, Archivmaterial über Fallada und andere pommersche Autoren und eine große Bibliothek.

Ex libris pom-lit

Pommersche Autoren von A-Z

Ex libris pom-lit

Bücher von und über Hans Fallada

Ex libris pom-lit: Uwe Lummitsch und Michael Gawenda

Bücher aus dem Nachlaß des Stralsunder Lyrikers Uwe Lummitsch und des Stralsunder Bibliothekars Michael Gawenda

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Falladahaus feiert den 125. Geburtstag des Schriftstellers

… im Juni und an seinem Geburtstag im Juli

Sonntag, 17. Juni 2018
Literatur
19:30 / Falladahaus

Hans Fallada: Ohne Euch wäre ich aufgesessen
Eine Lesung aus Falladas Briefen mit Achim Ditzen
Der Fallada-Sohn Achim Ditzen liest aus dem bisher unveröffentlichten Briefwechsel Falladas mit seinen Schwestern in der Zeit von 1928 bis 1946. In den Briefen spiegelt sich das wechselvolle Leben des großen Schriftstellers und zugleich 20 Jahre bewegter deutscher Geschichte wieder. Eine eindrückliche und spannende Lektüre, zusammengestellt von seinem Sohn. Der Briefband erscheint im Juni im Aufbau Verlag.

Eintritt 8/ 6 EUR

Freitag, 22. Juni 2018
Literatur
20:00 / Falladahaus
Der (etwas) andere Fallada
Offener Lesesalon
Mitglieder der Pommerschen Literaturgesellschaft lesen wenig Bekanntes, Vergessenes, Kitschiges, Freches und Zweifelhaftes aus dem Werk Hans Falladas und laden ihre Gäste ein, ihre Lieblingsstellen mitzubringen und vorzutragen.

Freitag, 20. Juli 2018
Literatur
20:00 / Falladahaus

Sabine Lange liest aus Falladas „Köstlichen Zeiten“ und ihren unveröffentlichten Archiv-Tagebüchern „Geburtstage“
Vorabend unseres Fests zum 125. Geburtstag Hans Falladas. Sabine Lange wurde in Stralsund geboren. Von 1984 bis 1999 war sie Archivarin des Fallada-Nachlasses im Hans-Fallada-Archiv Feldberg. 2004 gründete sie zusammen mit dem Falladabiografen Werner Liersch und anderen kritischen Fallada-Forschern das Internationale Fallada-Forum, das Fallada-Konferenzen u. a. in der AdK Berlin, Regina (Kanada) und Dublin veranstaltete. Sabine Lange veröffentlichte Gedichtbände, einen Roman und mehrere Bücher und Aufsätze zu Hans Fallada.

Sabine Lange mit dem Geiger Volker Frick

Samstag, 21. Juli 2018
14:00 + 16:00 / Falladahaus
Falladafest im Geburtshaus zum 125. Geburtstag
Wie in jedem Jahr mit: Stadtführung, Kinderprogramm, Lesung und Zellentürpoesiewettbewerb sowie Speis und Trank

14:00 Uhr Karl-Marx-Platz, am Kunstwürfel
Stadtführung auf den Spuren Hans Falladas und anderer Schriftsteller in Greifswald. Ende gegen 15:30 Uhr im Falladahaus
Eintritt 4,- / 2,- € (oder Festivalpass 6,- / 3,- €)

16:00 Uhr Falladahaus
Kinderprogramm: Lesung der „Geschichte vom verkehrten Tag“ von Hans Fallada mit anschließender Murkelei-Olympiade (Tellerwerfen, Terrinen-Kegeln, Basteleien zur verrückten Familie…)
Eintritt 2,- € (oder auf Festivalpass für ein Elternteil 6,- / 3,- €)

Ab 16:00 Uhr
Hoffest mit Bratwurst, Kuchen und Getränken sowie Zellentürpoesie (Preisdichten auf Falladas Gefängnistür) und Buchverkauf

18:00 Uhr
Lesung aus Falladas Gefängnistagebuch

Gegen 20 Uhr Preisverleihung der Zellentürpoesie
Eintritt 4,- / 2,- € (oder Festivalpass 6,- / 3,- €)

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Valens Acidalius (B2)

(365 Greifswalder No. 1)

Valens Acidalius wurde als Valtin Havekenthal 1567 in Wittstock/Ostprignitz geboren. Sein lateinischer Name bedeutet „Venuskind“. Ob das etwas über seine Aufführung in Greifswald besagt, ist nicht bekannt. Er studierte Medizin und Philologie in Rostock ab 1585, wechselte im Januar 1587 nach Greifswald und im Juni 1589 nach Helmstedt. Dort hörte er Vorlesungen des großen (später verbrannten) Giordano Bruno.

Schon in der Studentenzeit dichtete er: Epigramme, Elegien und Liebesgedichte. Über eines der Liebesgedichte schrieb der Greifswalder Literaturprofessor Wolfgang Stammler, es sei „voll geistreicher Wortspiele und anmutiger Erregtheit“. 1588 erschien ein Gedichtband in Greifswald – auf Latein, wie bei den Humanisten üblich. Er wurde für seine Gedichte zum Dichter gekrönt (poeta laureatus), man weiß nicht genau wann, vermutlich aber schon als Student. Trotzdem hat man sich bis heute nicht die Mühe gemacht, seine Gedichte ins Deutsche zu übersetzen. Berühmt wurde er für ein Werk, das er wahrscheinlich gar nicht selber geschrieben hatte. Es erschien im Jahr seines Todes, 1595: Disputatio nova contra mulieres qua probatur eas homines non esse. Neue Disputation gegen die Frauen zum Erweis, daß sie keine Menschen sind. (Neuausgabe lat. u. dt. Heidelberg 2006). Manche nehmen es ernst, aber vermutlich war es eine gelehrte Satire, mit der er oder irgendein anderer theologische „Beweisführungen“ auf die Schippe nahm.

Zitat: Also / daß (…) fürgeben wird / die Weiber seyen vernünfftig / das helt den Stich nicht / in betrachtung / daß auch die Engel und Teuffel ebenmässig eine Vernunfft haben / Sie sind aber darumb in ewigkeit keine Menschen.“ (Aus der deutschen Ausgabe von 1618)

Noch zu Lebzeiten mußte er Angriffe von Theologen erfahren.

Er starb mit nur 28 Jahren, am 25. Mai 1595, in Neiße / Schlesien.

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365 Greifswalder

Greifswalds „Identität“ sehen einige neuerdings mit dem Namen Ernst Moritz Arndt verbunden. Nicht dass ihn viele läsen. Nur der Name zählt und verleiht anscheinend „Identität“.

Wohlan: In einer Serie der Pommerschen Literaturgesellschaft pom-lit präsentiere ich 365 Namen von Greifswalder Autoren aus unserem Archiv.

Die Greifswalder Autoren unterteilen sich in

  • A) in Greifswald Geborene (wie C.D. Friedrich, Sibylla Schwarz, Wolfgang Koeppen oder Hans Fallada)
  • B) nicht in Greifswald Geborene (wie Tomas Torild, Ernst Moritz Arndt oder Theobul Kosegarten)

Bei den in Greifswald Geborenen unterscheiden wir

  • A1) in Greifswald Gebliebene (Sibylla Schwarz)
  • A2) nicht in Greifswald Gebliebene (Friedrich, Koeppen, Fallada…)

Bei den nicht in Greifswald Gebliebenen

  • B1) in Greifswald Gestorbene
  • B2) nicht in Greifswald Gestorbene

Damit haben wir eine einfache Systematik, der sich jeder mit Greifswald verbundene Autor leicht einpassen lässt, wie sehr sie sich sonst auch unterscheiden.

Warum 365? Weil ich in einer Laune ankündigte, ich könnte ein Jahr lang  jeden Tag einen Greifswalder Autor vorstellen.

Jeden Tag einen werde ich nicht schaffen. Es gibt mehr zu tun. Aber 365, kein Problem. Muss ich eben auswählen. Jedenfalls sind 365 Identifizierungsangebote besser als eines. Wer sich für (Greifswalder, vorpommersche oder deutsche)  Identität interessiert, tut gut daran, sich etwas länger umzutun.

Wohlan: 365 Angebote zum Kennenlernen, Lesen und bei Bedarf auch Diskutieren.

Ich ordne nach dem großen Gleichmacher Alphabet. Heute, Sonntag, folgt als erster Valens Acidalius. Kategorie B2: weder geboren noch gestorben allhier. Schauen Sie bald wieder vorbei. Und besuchen Sie uns mal im Falladahaus.

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Uni ohne Arndt

Ab 1. Juni amtlich: Universität Greifswald. Seit 1456 (außer 1933-1945 und 1954-2018)

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BewegGründe

Am Donnerstag, den 10. Mai (Herrentag) um 15 Uhr findet im Künstlerhaus Vorpommern/Herrenhaus in Heinrichsruh, die Ausstellungseröffnung „BewegGründe“ zur Erinnerung an den im Mai 2017 gestorbenen Maler und Bildhauer Dieter Eidmann aus Aschersleben  statt. Gezeigt werden in der schönen historischen Umgebung vielfältige Facetten seines Werkes: Kalligraphien, Gouachen, Fotografien, plastische Objekte und Schmuckobjekte des neben seinem Kunst-und Bildhauerstudium auch gelernten Goldschmiedes.

Die Begrüßungsrede hält die Vorsitzende des Künstlerhauses Vorpommern Claudia Hauptmann, die Laudatio hält  Angelika Janz  und musikalisch immer überraschend kann man sich auf Heinz-Erich Gödecke freuen. Die Ausstellung ist den ganzen Sommer über vom 11. Mai bis 1. September 2018 zu sehen. An diesem letzten Tag findet  die Finissage um 15 Uhr statt, um noch einmal bei Kaffee und Kuchen  im Gespräch die Ausstellung Revue passieren zu lassen . Bitte jetzt schon notieren. Im Rahmen dieser Ausstellung, die montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr und auch an Pfingsten zu KunstOffen vom 19.-21. Mai von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, finden seitens der KinderAkademie im ländlichen Raum kostenlose Angebote für Führungen und kleine Werkstätten für Kinder jeden Alters, Jugendliche, ja auch Erwachsene bei genügend Anmeldungen statt. Nach einer sachkundigen Führung kann gegen einen kleinen Unkostenbetrag praktisch in die Arbeitstechniken von Dieter Eidmann eingeführt werden. Vor allem die Schulen sind mit ihren Klassen noch vor oder nach den Ferien eingeladen. Anmeldungen unter: KinderAkademie 039778/20305. Die Veranstalter freuen sich auf viele interessierte Besucher ins Herrenhaus Heinrichsruh, das mit seinem wunderschönen Garten auch zum Verweilen einlädt.

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Kaschmir: Fragmente zu Tanz und Tod (Text & Sound)

mit Odile Endres, Henni-Lisette Busch, Beat Mundwiler (Text) und Martin Hiller (Sound)

Unter der Überschrift “Kaschmir: Fragmente zu Tanz und Tod (Text & Sound)“ treffen Texte und Töne aufeinander. Vielmehr: sie gehen eine organische Verbindung ein. Es lesen die Greifswalder Autorin Odile Endres, die Rostocker Autorin Henni-Lisette Busch und der — nach Biel, Bern und Galway in Irland — nun in Rostock lebende Autor Beat Mundwiler. Martin Hiller wird durch verschiedene Saiten, Tasten und Schleifen von Sounds blättern. Schlussendlich entstehen so, aus den Fragmenten von Text und Sound eigene, neue, mal mehr, mal weniger fragmentarische Segmente.

Ein mehrstimmiger Ton also, sanft schwebende und schräge Harmonien, eine dissonante Polyphonie: vermutlich in Moll. 

Informationen auf der Website des Koeppenhauses

Ort: Koeppenhaus Greiswald
Zeit: 8.12.2017, 20 Uhr

Text: Odile Endres / Henni-Lisette Busch / Beat Mundwiler
Musik: Martin Hiller
Eintritt 5 & 3 Euro 

Bildnachweis: (c) Martin Hiller


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