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Machtkörper

Stadtprojekt „MACHTKÖRPER“ – Auftaktveranstaltung am 28. November im Rubenowsaal der Stadthalle Greifswald

Einladung des Theaters Vorpommern an alle Bürgerinnen und Bürger (ab 16 Jahren) die Lust haben zu spielen und sich zu den Themen „Körper“ und „Macht“ zu äußern.

Frei nach dem Spielzeitmotto „MACHT THEATER!“ ruft das Theater Sie, die Bürgerinnen und Bürger, auf, sich auf die Bühne zu begeben. Mit Ihnen und Euch will das Theater ein Stück entwickeln, welches sich um unsere Körper dreht. Die Körper, die wir pflegen, optimieren, (über)fordern, schützen, lieben und hassen.
Gemeinsam wollen wir uns in Improvisationen und Diskussionen mit Haut und Haar Fragen widmen wie: Was verdient mein Körper? Wer verdient an meinem Körper? Darf ich so bleiben, wie ich will?
Das Theater bietet: Ein professionelles Team. Einblick in die Theaterarbeit, Schauspiel-, Sprech- und Gesangstraining, Lust am gemeinsamen Erfinden. Gesucht werden: Herrenausstatter, Schönheitschiruginnen, bemalte Menschen, Frauen, die für ihr Hochzeitskleid abgenommen haben, Männer, die für ihr Hochzeitskleid zugenommen haben, Menschen, die einen gesunden Körper 90/60/90 vorziehen würden, Verfechter oder Gegner des FKK, Menschen, die sich schön finden und solche, die es endlich sein wollen und alle anderen, die sich zum Thema Körper äußern wollen.

Alles kann, nichts muss! Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Alter: 16-116 Jahre
Informationsveranstaltung: Mo 28.11.2016/19:00/Greifswald, Rubenowsaal/keine Anmeldung erforderlich
Fragen und Anregungen? E-Mail an machtkoerper@gmail.com (Susanne Kreckel)

Premiere: 2. Juni 2017, 5 Vorstellungen im Juni
weitere Vorstellungen Herbst/Winter 2017

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Junge Literatur in Europa 2016

2016 findet die 17. Tagung vom 10. – 12. November im Internationalen Begegnungszentrum der Universitäts- und Hansestadt Greifswald statt. An halbstündige Lesungen aus Prosatexten (neueren Veröffentlichungen und unveröffentlichten Manuskripten) schließen sich Gespräche in einer Atmosphäre freundschaftlichen Gedankenaustauschs an, die von Literaturwissenschaftlern, Verlagslektoren und erfahrenen Autoren moderiert werden. Wir vermeiden bewusst jeden „Eventzirkus“, fördern die persönliche Begegnung und das sachliche Gespräch über literarische Qualität und Authentizität.

Seit 2014 gab es in Rahmen eines Sommertreffens für ehemalige und zukünftige Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, schon im Vorfeld des Greifswalder Treffens ins Gespräch zu kommen. Wichtige Anregungen kamen unter anderem von Jan Brandt, der das Potential der Tagungsreihe im Editorial der „Neuen Rundschau“ 1/2014 thematisierte und junge Autoren ermunterte, sich noch engagierter in die Diskussion von Aufgaben, Formen und Inhalten der Gegenwartsliteratur einzubringen. Aus der Anregung erwuchsen auch einige Neuerungen im Vorfeld der Tagungsorganisation.

Unter Beteiligung von Autoren, Journalisten, Übersetzern, Literaturwissen­schaftlern und Verlagslektoren werden ca. 15 SchriftstellerInnen eingeladen, mit aktuellen Texten an dem Treffen teilzunehmen. Die diesjährigen Teilnehmer der inzwischen renommierten Tagungsreihe kommen aus: Tschechien, Finnland,  Estland, Litauen, Slowenien, Österreich, Schweiz und Deutschland

In diesem Jahr nehmen teil:

Kai Aareleid  +++ Dorothee Elmiger +++  Radek Fridrich

Katharina Hacker  +++ Hannes Köhler  +++ Svealena Kutschke   

Lorenz Langenegger  +++ Anna Maria Mäki  +++ Sascha Macht  

Lina Ever (Neverbickienė)  +++ Gesa Olkusz +++ Sascha Reh 

Aleš Šteger +++ Finn-Ole Heinrich & Dita Zipfel  +++  Anna Weidenholzer

Programmdownload

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RUNEN – Text-Bild-Performance

Mit Andrea Schmidt und Alexander Graeff

Greifswald, Falladahaus
Donnerstag, 28.10., 20:00 Uhr

Die Text-Bild-Performance RUNEN ist ein Live-Seh-Hör-Spiel, das eine Verbindung schafft zwischen Text und Bild. Zu den von Alexander Graeff gelesenen Prosaminiaturen aus dem gleichnamigen Band »Runen« (SIC, 2015) werden Bewegtbild-Projektionen von Andrea Schmidt live inszeniert. Text und Bild gehen so eine gleichberechtigte und gleichwertige Partnerschaft ein. Alexander Graeffs Miniaturen erzeugen ein Schwirren zwischen rätselhafter Erzählung und lyrischer Gedankenprosa. Die Texte zeugen von einem poetischen Umkreisen existenzieller Erfahrungen, literarischer Dringlichkeit und persönlicher Reisereflexion. Hinzu kommt Andrea Schmidts kontemporäre Bildsprache, die in sich selbst Illustration, Tuschezeichnung, Film und Neue-Medien-Kunst vereint, und Graeffs Texte auf eine zusätzliche Wahrnehmungs- und Bedeutungsebene hebt. Das Publikum begleitet Andrea Schmidt und Alexander Graeff auf eine literarisch-visuelle Reise in die Großstädte dieser Welt ebenso wie in die naheliegende Provinz, es geht nach New York und Hong Kong, nach Nepal, aber auch nach Brandenburg und an die Ostsee.

Eintritt: 8/5€

Im Anschluss Gespräch mit den Künstler*innen. Moderation: Tobias Reußwig.

Zu den Künstler*innen:

Andrea Schmidt (*1975) lebt und arbeitet als Künstlerin, Verlegerin und Designerin in Berlin. Zusammen mit Johannes CS Frank und Dominik Ziller führt sie seit 2005 das Verlagshaus Berlin. Sie hält Vorträge und Workshops im Bereich der interkulturellen Gestaltung und lehrte als Dozentin und Gastprofessorin Typografie und Designtheorie. Andrea Schmidt illustrierte die Bücher »Die Erbärmlichkeit des Krieges. Gedichte und Briefe von Wilfred Owen« (Verlagshaus Berlin, 2014), ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst als eines der »Schönsten Deutschen Bücher 2015« und »Runen« (SIC Literaturverlag, Aachen, 2015). Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Illustratorin inszeniert sie ihre Zeichnungen in Form von Licht- und Bewegtbild für intermediale Musik- und Literaturprojekte. Auftritte zu dem Projekt »Mysterium«, Sonaten von Alexander Skrjabin, fanden u. a. anlässlich der Schweizer Kammerfestspiele in Lenzburg (Schweiz, 2006) und dem ORCIM-Research Festival in Ghent (Belgien, 2009) statt.

Alexander Graeff (*1976) lebt und arbeitet als Schriftsteller und Philosoph in Berlin und Greifswald. Er studierte Wirtschafts-, Ingenieur-, Erziehungswissenschaften und Philosophie in Karlsruhe und Berlin. Ergebnisse seiner Schöpfungsprozesse sind gleichermaßen philosophische sowie belletristische Texte. Grundlage seiner philosophischen Arbeiten ist eine konstruktivistische Weltauffassung, Themen sind meist existenzielle Lebenserfahrungen. Seine belletristischen Texte (Prosa, Lyrik) sind surreal. Alexander Graeff scheut sich nicht vor Literaturmischformen,
Text-Bild-Transformationen und transdisziplinärem Arbeiten. Bisweilen gönnt
er sich Ausflüge in Musik und Kunst. So sind bisher zahlreiche Kooperationen mit bildenden Künstlern, Illustratoren und Musikern entstanden. Seit 2013 ist Alexander Graeff Initiator und Gastgeber der Lesereihe »Literatur in Weißensee« im Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik in Berlin.

Bisherige belletristische Veröffentlichungen (Auswahl):

– Runen. Prosaminiaturen. Aachen, Berlin: SIC, 1. Aufl. 2015
– Kebehsenuf. Erzählungen. Berlin: J. Frank, 2. Aufl. 2014
– Minkowskis Zitronen. Erzählungen. Berlin: J. Frank, 1. Aufl. 2011
– Gedanken aus Schwerkraftland. Erzählungen und Prosaminiaturen. Berlin: J. Frank, 2. Aufl. 2009

Rezensionen des Bandes hier:

Weitere Informationen auf http://www.ampersand-interart.de und http://www.alexander-graeff.de.

 
Steinstraße 59, 17489 Greifswald
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Greifswalderin im Finale

Im Finale des 24. open mike tritt am 12. November auch eine Autorin aus Greifswald an: Berit Glanz. Mehr

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Bestenliste

Platz 8. ex aequo der ORF-Bestenliste Juli: Hans Fallada (8 Punkte) NEU

„Kleiner Mann – was nun?“, Aufbau

Mehr als 80 Jahren nach Veröffentlichung von Hans Falladas Erfolgsroman „Kleiner Mann – was nun?“ erscheint jetzt im Aufbau Verlag zum ersten Mal die ungekürzte Originalversion. Da der Roman 1932 kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten veröffentlicht wurde, musste bereits zwei Jahre später eine redigierte Fassung erscheinen, weitere Kürzungen folgten nach dem Krieg in den 50-er Jahren. So durfte beispielsweise eine schlagfreudige Nebenfigur ab 1935 kein Nazi mehr sein und auch das Buchcover von George Grosz wurde durch eine Illustration ersetzt, die vom Arbeitslosenschicksal nichts erahnen ließ. Und dennoch wurde der Roman auf Anhieb ein großer Erfolg. „Dies ist so rührend, so lustig in seiner bitteren Lebenswahrheit, dass ihm der Erfolg nur so zufliegen müsste“ schwärmte einst Thomas Mann über das Buch. Mitten in der Wirtschaftskrise erzählt Fallada vom sympathischen jungen Paar Johannes Pinneberg und seiner Frau Emma, genannt Lämmchen, und ihrem Kampf ums nackte finanzielle Überleben. Das traf den Nerv der Zeit. In seiner Originalfassung ist das Buch jetzt noch konkreter geworden und wirkt deutlich authentischer in seiner Zeit verankert.

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Text des Tages

bei Fixpoetry heute von Sibylla Schwarz:

Hochzeitgedicht auf der Jungfrau Braut Namen

Elisabeth von Stetens

Versetzet1
Ohe / last uns ins Bette

Was gilt es / Jungfrau Braut ? Was gilt es nun ? Ich wette /
Dass euer Herze spricht : Oh lasset uns ins Bette.
Gebt nur dem Herzen nach / so ist die Wette mein /
Ob zwar noch itzt der Mund dazu spricht lauter Nein.
Gebt nur dem Herzen nach / was will der Mund doch machen ?
Die Augen sprechen selbst / sie können nicht mehr wachen.
Gebt nur dem Herzen nach ! Seht ! Hymen2 ist bereit /
Er hat das Fackellicht / und spricht / es seie Zeit.
Geht / gebt dem Herzen nach / wir wünschen Euch darneben
Ein langes / glückliches / und auch ein fruchtbar Leben !
Geht / gebt nur gute Nacht / und heilt die Wunden zu /
Enthaltet euch nicht mehr der angenehmen Ruh.
Gebt mir nur willig nach / gewonnen ist die Wette :
Ihr seid doch gar zu krank / drum gehet nur zu Bette.

  • 1. anagrammiert – Aus den Buchstaben des Namens der Braut wird durch Buchstabenschüttlung ein anderer Text gebildet, der zur Grundlage für das Gedicht wird. (v = u)
  • 2. Antiker Hochzeitsgott, von dem es heißt, dass er bei jeder  Hochzeit anwesend ist und den Brautleuten »die Fackel hält«.

Aus: Sibylla Schwarz IST LIEBEN LUST, WER BRINGT DANN DAS BESCHWER? Reinecke & Voß 2016. 60 Seiten, 9 Euro. 978-3-942901-21-5

Hier zum Vergleich die Originalgestalt:

 

Hochzeitgedicht
Auff der Jungfraw Braut
Nahmen.
Elisabeth von Stetens.
Versezet.
Ohe / last uns ins Bette.

WAs gilt eß / Jungfraw Braut ? Was gilt eß nuhn ? Jch wette /
Daß ewer Herze spricht : Oh lasset uns ins Bette.
Gebt nuhr dem Herzen nach / so ist die Wette mein /
ob zwahr noch itzt der Mund dazuh spricht lauter Nein.
Gebt nuhr dem Herzen nach / was will der Mund doch machen ?
die Augen sprechen selbst / sie können nicht mehr wachen.
Gebt nuhr dem Herzen nach ! seht ! Hymen ist bereit /
er hat das Fackelliecht / und spricht / eß seye Zeit.
Geht / gebt dem Herzen nach / wir wündschen Euch darneben
ein langes / glückliches / und auch ein fruchtbar Leben !
Geht / gebt nuhr guhte Nacht / und heilt die Wunden zu /
enthaltet euch nicht mehr der angenemen Ruh.
Gebt mir nuhr willig nach / gewonnen ist die Wette :
Jhr seid doch gahr zu kranck / drumb gehet nuhr zu Bette.

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„Kleiner Mann“ im Urtext

Im Frühjahr 2011 gelang dem Berliner Aufbau Verlag ein weltweiter Überraschungserfolg – und das mit einem Buch, das damals schon mehr als 60 Jahre alt war: Das Buch hieß „Jeder stirbt für sich allein“, geschrieben von Rudolf Ditzen, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Hans Fallada. Das Besondere damals: Zum ersten Mal hatte der Verlag das Originalmanuskript Falladas veröffentlicht, das wesentlich ausführlicher war und härter im Ton als die zuvor im Rowohlt Verlag veröffentlichten Ausgaben. Nun erscheint im Aufbau Verlag erneut ein Originalmanuskript Falladas – diesmal von seinem größten Erfolg: „Kleiner Mann, was nun?“ – unser NDR Buch des Monats Juni.

(…) Fast ein Viertel des Originaltextes tauchte in der Nachkriegsausgabe nicht mehr auf. Schon deshalb ist diese Ausgabe von „Kleiner Mann, was nun?“ eine Sensation. Ganze Kapitel sind neu zu entdecken, zum Beispiel ein Ausflug der Pinnebergs ins Berliner Nachtleben, wo sie historisch verbürgte Lokale besuchen wie Clärchens Ballhaus und das Ballhaus Resi. / NDR

Kleiner Mann, was nun?
von Hans Fallada
448 Seiten
Roman
Aufbau Verlag
ISBN 978-3351036416
Preis: 22,95 €
1. Auflage, völlig neu bearbeitete Auflage

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