Verleihung des Wolfgang-Koeppen-Preises an Joachim Lottmann

Mittwoch | 23.06.2010 | 18:00 Uhr | Preisverleihung + Lesung | Eintritt frei

Preisübergabe durch den Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald Dr. Arthur König

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald verleiht seit 1998 in jedem zweiten Jahr den Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis. Der jeweils letzte Preisträger schlägt seinen Nachfolger vor. Bisherige Preisträger waren Richard Anders, Thomas Lehr, Susanne Riedel, Ludwig Fels, Bartholomäus Grill und Sibylle Berg.

Am 23. Juni, dem 104. Geburtstag Wolfgang Koeppens, wird der „Wolfgang-Koeppen-Preis der Universitäts- und Hansestadt Greifswald“ durch den Oberbürgermeister Dr. Arthur König feierlich an den Schriftsteller Joachim Lottmann übergeben.

Die Preisträgerin des Jahres 2008 Sibylle Berg hat ihre Wahl folgendermaßen begründet: „Joachim Lottmann ist für mich einer der unterschätzten Schriftsteller Deutschlands, … beneidet ob seines grandiosen erzählerischen Talents, und um seine absolut nicht deutsche Fähigkeit, auf sehr hohem Niveau zu unterhalten. Er hat die Gabe, zu beobachten, ohne dabei zu verbittern. Alles Dinge, die für mich auch dem Werk Wolfgang Koeppens gemein sind.“

Der Eintritt ist frei.

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AUSSTELLUNG

bis 18. September 2010

Wolfgang Koeppens Amerikafahrt

im „Münchner Zimmer“

Von April bis Juni 1958 bereiste Wolfgang Koeppen im Auftrag des Süddeutschen Rundfunks, unterstützt durch das amerikanische State Department, die USA. Diese Reise wurde zur Grundlage für den noch im gleichen Jahr gesendeten zweiteiligen Radioessay „Die Früchte Europas. Amerika westwärts – Amerika ostwärts“ und für Koeppens 1959 veröffentlichtes Buch „Amerikafahrt“. Zum Themenschwerpunkt der diesjährigen Koeppentage hat das Wolfgang-Koeppen-Archiv für das „Münchner Zimmer“ eine Ausstellung konzipiert, die Koeppens Amerikafahrt anhand ausgewählter Objekte in vielen Details vor Augen führt. Postkarten und Briefe, Reisedokumente und Manuskripte, Bücher und weitere Exponate aus dem Nachlass zeigen, wo Koeppen während seiner Reise im Jahr 1958 Station machte, was er aus Amerika zu berichten hatte und wie er in seinem Buch „Amerikafahrt“ nachträglich von Amerika – das immer auch ein literarisch imaginiertes Amerika ist – erzählt.

Die Ausstellung im „Münchner Zimmer“ wird auch über die Koeppentage hinaus im Koeppenhaus zu sehen sein.

In Zusammenarbeit mit dem Wolfgang-Koeppen-Archiv und dem Institut für Deutsche Philologie der Universität Greifswald

bis 18. September 2010

Wolfgang Koeppen „Im Labyrinth des Schreibens“

Ausstellung zum Leben und Wirken Wolfgang Koeppens

Der Schriftsteller Wolfgang Koeppen (1906-1996) ist eine Jahrhundertgestalt. Kindheitserlebnisse im Ersten Weltkrieg, Journalisten- und Theatererfahrungen in der Weimarer Republik, Buchveröffentlichungen während des Dritten Reichs und ein literarischer Neuanfang mit seinen bis heute gültigen Romanen aus den frühen 50er Jahren umspannen einen weiten historischen Horizont mit diversen Umbrucherfahrungen. Über wechselnde Zeiten hinweg führte der Autor eine literarische Existenz, sah sich als Romanfigur und Beobachter, entzog sich politischer Vereinnahmung und hatte sich scheinbar nach seiner Romantrilogie Tauben im Gras (1951), Das Treibhaus (1953) und Der Tod in Rom (1954) ausgeschrieben. Auch wenn Koeppen fortan den Verleger- und Lesererwartungen, die auf Neues aus seiner Feder hofften, kaum gerecht werden konnte und er sich selbst als Schreibversager und im bürgerlichen Leben gescheitert empfand, zeugen doch die vielen Entwürfe und Projektskizzen aus seinem Nachlass von einem Koeppen, der schrieb, aus seinem Schreiblabyrinth jedoch keinen Ausgang mehr fand. Verlegerisches Mäzenatentum sorgte dafür, dass Koeppen das Leben eines in seinem Sinne modernen Autors führen konnte, in dem das Veröffentlichte nicht als alleiniger Maßstab einer literarischen Existenz galt.

Die Ausstellung widmet sich dem Künstler Koeppen, blickt in seine Schreibwerkstatt, zeigt den vielschichtigen Literaten und produktiven Journalisten, dokumentiert seine Schreibqualen und Versagensängste, beschreibt einen Ästheten, der Literatur lebt, einen manischen Leser, Rollenspieler und pausenlosen Fabelerfinder. Die Ausstellung nutzt den Nachlass im Greifswalder Wolfgang-Koeppen-Archiv, um aus Koeppens „Zettelgebirge“ aus Briefen und Sachzeugnissen einen großen Literaten hervortreten zu lassen.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes, der Wolfgang-Koeppen-Stiftung, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Quartiersbüros Fleischervorstadt und des Suhrkamp-Verlages.

Die Galerie ist von dienstags bis samstags in der Zeit von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

tel. 03834-773510

Email: info@koeppenhaus.de

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VORSCHAU

25. Juni: Lesung mit Ulrich Peltzer aus „Bryant Park“ und mit Antje Rávic-Strubel aus „Offene Blende“, 20.00 Uhr GREIFSWALDER KOEPPENTAGE

28. Juni: Open Mic No. 18 – Lesebühne „Treibhaus“ im Café Koeppen, 21.00 Uhr

4. Juli: Bücherflohmarkt im Rahmen des Stadtteilflohmarkts, 13-17 Uhr >>> Bücherspenden, die die Lust des Lesens wecken, sind gern gesehen. Diese können im Café, in der Galerie oder im Büro bis zum 4. Juli angegeben werden.

9. Juli: Toni Mahoni singt und liest aus „Gebratene Storche“, 20.00 Uhr, in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung WEILAND

12. Juli: TresenLesen mit Katja Klemt, Lukas Goldbach und Dominik Wachsmann, 21.00 Uhr im Café Koeppen

29. Juli: Jazz mit FUSK, 21.00 Uhr

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Greifswald
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